Rothenberg mit seinen Ortsteilen
Rothenberg besteht aus insgesamt sechs Ortsteilen, die seit der Gebietsreform 1970 eine Gemeinde bilden.
Rothenberg:
Erste Hinweise auf eine Siedlung in diesem Raum stammen aus dem Jahre 748 n. Chr., aber erst ab 1349 lassen sich Urkunden und Zeugnisse über das „Dorf auf dem Odenwald“, das zwischen dem Gammelsbach und dem Finkenbach liegt, nachweisen. Seit 1349 war Rothenberg als Lehen vom Kaiser an die Herren von Hirschhorn gegeben. Nach dem Aussterben der Herren von Hirschhorn fand dann öfter ein Besitzwechsel statt, bis dann 1806 die Herrschaft über Rothenberg an Hessen fiel.
Ober-Hainbrunn:
Im Finkenbachtal gelegen, gehört Ober-Hainbrunn schon seit 1349 zur Herrschaft Rothenbergs, dem reichsunmittelbaren Lehen verschiedener adliger Geschlechter.
Kortelshütte:
Am Hang zwischen Rothenberg und Hirschhorn gelegen, wurde Kortelshütte erstmals 1756 erwähnt und gehört seit dieser Zeit zur Herrschaft Rothenbergs. Der Sage nach wurde dieses Dorf von einer Zigeunerin, der „Cordula“ gegründet.
Finkenbach:
Die beiden Ortsteile Ober- und Unter-Finkenbach wurden wahrscheinlich von den früher als Dienstmannen des Klosters Lorsch tätigen Grafen von Erbach gegründet (1100).
Die erste urkundliche Erwähnung Ober-Finkenbachs stammt aus dem Jahre 1347. Ober-Finkenbach war von diesem Zeitpunkt an ständiger Besitz der Grafen von Erbach, während Unter-Finkenbach seit 1349 ein Teil der reichsunmittelbaren Herrschaft von Rothenberg war.
Im Jahre 1806 wurden die reichsritterschaftlichen Territorien aufgelöst und die Herrschaft über Rothenberg fiel, ebenso wie die Grafschaft Erbach, an Hessen. Bis 1922 wurde Unter-Finkenbach von Rothenberg verwaltet, ab dieser Zeit, bis zum Zusammenschluss von Unter- und Ober-Finkenbach im Jahre 1949, von Ober-Finkenbach.
Hinterbach:
Diese Siedlung ist erstmals 1364 erwähnt als Walddistrikt und gehörte zu der Grafschaft Erbach, wurde dann nach 1806 von Finkenbach mitverwaltet.
Raubach:
Der kleinste Ortsteil wurde erst 1740 gegründet und gehörte ebenfalls zu den Walddistrikten der Grafschaft Erbach. Ab 1806 wurde Raubach eine eigenständige Gemeinde, die vom Bürgermeister von Finkenbach mitverwaltet wurde. Aus Raubach stammt das Odenwälder Original „Raubacher Jockel“, der auf dem kleinen Raubacher Friedhof beerdigt ist.